„1994 schrieb ich meine erste Kunstkritik und faxte (!) sie an meinen Redakteur. Es ging darin um publicsfear, eine heute nicht mehr existierende New Yorker Zeitschrift für Künstlerprojekte, und sie erschien in der Sommerausgabe von Parachute, einer heute ebenfalls nicht mehr existierenden, in Montréal erschienenen Zeitschrift zur internationalen zeitgenössischen Kunst.
Was 1994 wie Internationalismus aussah – eine in Montréal erscheinende Besprechung einer New Yorker Zeitschrift – teilte sich schließlich in Globalisierung und Digitalisierung auf.
Seither hat die Globalisierung die einst überschaubare Kunstszene wirklich zur Kunst-,Welt‘ werden lassen. Dagegen sind Auswirkungen der Digitalisierung schwerer zu erkennen. KritikerInnen und KünstlerInnen bedienen sich wie andere mobiler digitaler Geräte, die Kunstwerke aber haben sich nicht dematerialisiert und in den virtuellen Raum verflüchtigt.“
In Verbindung mit einem persönlichen historischen Überblick über ihre Arbeit als Kritikerin wird Allen darüber sprechen, warum die Kunst weiter floriert, während sich gewisse Formen von Massenkultur durch die Digitalisierung radikal verändert haben.