Die Aufwertung ehemals alternativer Stadtviertel und die Ausbreitung von glitzernden Hochhausfassaden, Luxusboutiquen und exklusiven Eigentumswohnungen in den Innenstädten der Metropolen, umfangreiche Urbanisierungsprozesse in den aufsteigenden Schwellenländern, Leerstand und Bauruinen als Zeichen von geplatzten Immobilienblasen in den europäischen „Krisenländern“, aber auch der Wiederaufschwung städtischer sozialer Bewegungen und die von Kairo und Madrid über New York bis nach Istanbul und Rio de Janeiro reichende „Bewegung der Plätze“ – eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Prozesse haben uns in jüngerer Vergangenheit daran erinnert, dass allgemeine gesellschaftliche Entwicklungen und Konflikte in Städten wie im Brennglas sichtbar werden. Vor diesem Hintergrund möchte der Vortrag einen Überblick über aktuelle Tendenzen, Heraus forde run gen und Konfliktfelder städtischer Entwicklung vermitteln und dabei auch nach der gewandelten Rolle von KünstlerInnen und KulturproduzentInnen fragen.
Im Anschluss an den Vortrag wird eine Podiumsdiskussion mit Roman Höllbacher, Elsa Prochazka, Sarah Untner und Felix Wiegand stattfinden.