AUSGEBUCHT
Film als empfindlicher Körper geht
davon aus, dass 16mm-Film nicht nur lichtempfindlich ist, sondern auch auf den
Kontakt mit anderen Körpern und Substanzen reagiert. Der Kurs bietet eine
Einführung in das eigenständige Gestalten analoger Filme, bei dem die
Filmschaffenden die Kontrolle über alle Aspekte der Produktion behalten. Bei
einem handgemachten Film ist jeder Produktionsschritt mit einem körperlichen
Kontakt mit dem Filmstreifen verbunden, was zu einem Dialog zwischen
Filmschaffendem/r und Material führt, der auf persönliche Art und Weise
gestaltet werden kann. Dabei lassen sich mittels Posing, Performance und
Schauspielerei auch Möglichkeiten der Selbstdarstellung erkunden.
Wir werden mit 16mm-Kameras Filme auf verschiedenen Farbfilmen drehen, sie in der Dunkelkammer ausarbeiten, mit fotochemischen Techniken experimentieren und die Ergebnisse dann schneiden, kleben und projizieren. All diese Schritte werden eingehend erforscht und auf ihre ästhetischen Möglichkeiten hin abgeklopft, mit besonderem Augenmerk auf intuitive Zugänge und gegenseitigen Wissensaustausch. Wir werden sowohl individuelle Übungen und Experimente durchführen als auch gemeinsam Projekte entwickeln und erarbeiten, mit dem Ziel im Lauf des Kurses einen kollektiven Film zu produzieren.