AUSGEBUCHT
Die Arbeit mit analogem Filmmaterial steht bei diesem Kurs im Vordergrund. Seit den 1990er Jahren sind überall auf der Welt selbstorganisierte Filmlabore aus dem Bedürfnis heraus entstanden, sich den von der Industrie standardisierten Prozess der Entwicklung und Bearbeitung von Film wieder anzueignen. Das Selbstentwickeln bietet dabei die Grundlage für ökonomische wie kreative Freiheit.
Wir möchten in diesem Kurs sowohl den Umgang mit der 16 mm-Kamera vermitteln, als auch mit Techniken des non-camera-films experimentieren. Das gedrehte Material wird in Handarbeit in der Dunkelkammer entwickelt. Dabei werden wir zeigen, wie man auch während dieses Prozesses Einfluss auf das Filmbild nehmen kann. Bei der anschließenden Montage werden wir einen Schwerpunkt auf das Verhältnis von Bild und Ton legen.
Uns ist wichtig, dass es nicht bei einer formalen Übung bleibt, sondern Film als Kommunikationsmedium verstanden und für persönliche oder politische Erzählungen genutzt wird.
Die entstehenden Filme werden wiederholt in ihren verschiedenen Stadien projiziert und in der Gruppe, aber auch in Einzelbetreuung besprochen. In unserem Kurs können eigenständige, kurze Filme realisiert werden, für die Filmarbeit ist aber die Bereitschaft wesentlich, sich gegenseitig zu helfen und zusammenzuarbeiten.
Ziel des Kurses ist es, auf Grundlage der spezifischen Ästhetik des Materials, handwerklichen Arbeitens und Experimentierens zur jeweils eigenen Sprache filmischen Erzählens zu gelangen.