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    Elisabeth Schmirl

    KOMOREBI / 17.07.2014 19:00–30.08.2014
    Ort: Galerie Trapp
    Eröffnung: 17. Juli 2014, 19 Uhr
    Ausstellungsdauer: 17. Juli – 30. August 2014
    Öffnungszeiten: Di – Fr 13:30 – 18 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr
    Adresse: Griesgasse 6 (1. Stock), 5020 Salzburg

    „Sonnenlicht, das durch die Blätter einer Baumkrone gefiltert wird“ – für das japanische Wort „Komorebi” gibt es in keiner Sprache der Welt eine adäquate Entsprechung. Die Auseinandersetzung mit Licht aber auch mit der (Un-) Übersetzbarkeit von Bildern spielt im Schaffen von Elisabeth Schmirl eine wichtige Rolle. Ihre Werke stellen ein Stadium einer Assoziationskette dar, die sie als Anreiz für neue offeriert.
    In vielen Sprachen gibt es Begriffe, die sich lediglich anhand von Umschreibungen in andere Sprachen übersetzen lassen. Wie verhält es sich aber mit Bildern? Sind diese universell verstehbar. In wie weit kann man diese in gesprochene oder geschriebene Sprache übersetzen?
    Licht spielt im Werk von Elisabeth Schmirl seit jeher eine immanente Rolle. Ihre zarten, pastelligen Gemälde ebenso wie ihre Zeichnungen und Drucke spielen mit feinen Farbnuancen. So wie die Blätter, durch die das Sonnenlicht fällt, bewirkt die besondere Bearbeitung der Druckplatten, die de facto auch einzelne Blätter sind, ein intensives, zuweilen spielerisch wirkendes Erforschen unterschiedlicher Farb- und damit Lichtspektren. Diese sind durchaus mit den Lichtreflexionen vergleichbar, welche das „Komorebi” entstehen lässt.
    Elisabeth Schmirl hat in jahrelangen Recherchen, in einem Wechselspiel zwischen Suchen und Finden, einen Fundus an digitalen Bildern zusammengetragen, der tagtäglich erweitert wird. Spannend sind diese für die Künstlerin nicht nur aus ästhetischen oder thematischen Gründen, sondern auch, weil sie in ihnen bereits die zukünftigen Werke erkennt, die sie aus ihnen machen wird.
    Besonderes Augenmerk legt Elisabeth Schmirl bei der Auswahl ihrer Motive auf politische und gesellschaftskritische Aspekte. In ihren Werken überschreitet sie die Grenzen des Ungleichzeitigen, indem sie Bilder, die aus unterschiedlichen Zeiten stammen, in Beziehung zueinander setzt. Politische und gesellschaftliche Entwicklungen des 20. und 21. Jahrhunderts sowie zentrale Themen wie Selbstdarstellung, Macht, Krieg und Konsum werden zur Diskussion gestellt.
    Vergleichbar mit der Unübersetzbarkeit des Wortes „Komorebi” sind auch die Werke der Künstlerin nicht leicht in Worte zu fassen.


    www.trapp.cc

    Biografie: Elisabeth Schmirl