In Zeiten des globalen Kapitalismus werden die Grenzen für den Austausch von Waren immer durchlässiger. Gleichzeitig wird für einen großen Teil der Menschheit das Reisen von Staat zu Staat, von Kontinent zu Kontinent zunehmend schwieriger. Einwanderung nach Europa ist oft illegal und gefährlich oder ist nur möglich, wenn ausländische Arbeitskräfte benötigt werden. Asyl erhalten die wenigsten Menschen, die in Europa ankommen. Doch die Migration von Menschen ist kein neues Phänomen, genauso wenig wie Flucht und Vertreibung.
In dem Kurs Migration wird es darum gehen, in Salzburg Menschen zu fotografieren, die ankommen, bleiben oder weggehen. Neben Flüchtlingen könnten dies auch Einwanderer sein, die schon lange in Salzburg leben. Welchen kulturellen Hintergrund, welche Erfahrungen bringen sie mit nach Salzburg? Wie prägen sie die Stadt? Welche globalen Entwicklungen und Konflikte lassen sich durch ihre Anwesenheit in Salzburg ablesen? Und schließlich: Wie lassen sich diese Prozesse und Beobachtungen mit den Mitteln der Fotografie abbilden?
Ziel des Kurses ist die Produktion von präsentationsfähigen Ergebnissen, in denen inhaltliche und konzeptionelle Fragen miteinander korrespondieren.