Man könnte von abstrakter Kunst behaupten, dass ihr Fokus auf das Formale kenntlich macht, dass die Erfahrung realer Dinge häufig das verstellt, was wir deren „Wesen“ nennen. Könnten wir uns von der Präsenz der Dinge lösen, dann würden sie vielleicht ihren heimlichen Charakter enthüllen. Derartig entblößt, könnten sie ihre Nützlichkeit preisgeben und wären reformierbar. Die Kunst wiederum könnte die so genannten „Tatsachen“ des Daseins ändern und das vorbereitete Lebensprogramm dazu zwingen, ein Werkzeug für die Schaffung neuer Akteure zu werden – fähig, Unvorhergesehenes zu beeinflussen und das vorgezeichnete Leben zu modifizieren, indem sie dessen Fortschritt stoppen. So inaktiv und ohne Funktion bliebe dem Leben die Leere der Nützlichkeit erspart.