Die Teilnehmenden, die vier Wochen lang dort wohnen und arbeiten, werden individuelle Wege vom Steinbruch über den Stein bis hin zum Kunstwerk gehen, wobei der Steinbruch und die Dauer des Kurses die Raum-Zeit-Koordinaten dafür bilden.
Wir werden uns mit der Geschichte und Gegenwart sowohl des Steinbruchs als auch der Steinbildhauerei beschäftigen, wobei unser Fokus auf dem gegenwärtigen Ereignis liegen wird. Wir werden uns fragen, welchen Stellenwert Steinbildhauerei heute in der Kunstproduktion, aber auch im Kunstbetrieb insgesamt einnimmt, seit nur mehr ganz wenige KünstlerInnen selbst mit dem Stein arbeiten. Im Kurs wird es daher auch darum gehen, die Aktualität der Beschäftigung mit dem Steinbruch und dem Stein als Ort und Material der Kunst individuell auszuloten.
In Gruppendiskussionen und Einzelgesprächen werden die Teilnehmenden ihre Ideen und Themenstellungen vor Ort entwickeln, um anschließend die adäquaten Techniken und Methoden für die Realisierung der Arbeiten zu finden. Steinbildhauerei wird in diesem Kurs als Technik gelehrt und zur Diskussion gestellt, andere Medien wie Zeichnung, Fotografie, Video, Sound etc. werden jedoch gleichfalls eine Rolle spielen.