In diesem Kurs werden verschiedene Einsatzmöglichkeiten von Zeichnung, von der reduzierten Skizze bis zur komplexen Installation erforscht. Grundelemente des Zeichnens wie Reduktion, Schnelligkeit und Präzision werden thematisiert. Die Frage nach der Basis zeichnerischer Möglichkeiten wird u.a. anhand des Formats der Aktzeichnung behandelt. Die Rolle des Zeichnens nach lebenden Modellen als Weg zur Figuration wird dabei zu einer praktisch-kritischen Auseinandersetzung mit dieser Systematik der Sehschulung erweitert.
Eine andere Form von "Modellen" wird im Titel der Veranstaltung angesprochen. Hier ist die besondere Qualität der Zeichnung gemeint, mit einfachsten Mitteln thematische und formale Prototypen "unbegrenzter Reichweite" zu entwickeln. Die Zeichnung als Träger umfangreicher künstlerischer Arbeiten bzw. anspruchsvoller künstlerischer Modelle steht heute gleichberechtigt neben bekannten zeichnerischen Formaten wie der skizzenhaften Reduktion und dem Entwurf.
Neben der Behandlung grundlegender zeichnerischer Fragestellungen werden die Studierenden beispielhaft zeichnerische Projekte/Modelle entwickeln. Zu diesem Zweck können die TeilnehmerInnen (ausgehend von bisherigen Arbeiten) ein skizzenhaftes Konzept vorstellen (mitbringen), das vor Ort umgesetzt und in der Schlussausstellung präsentiert wird.
Assistenz: Monica Felgendreher, Bernhard Lochmann